PDF digital unterschreiben
PDF elektronisch unterschreiben und signieren, ohne Ausdrucken und Einscannen: Unterschrift zeichnen, tippen oder als Bild einfügen, auf die richtige Zeile setzen und speichern. Darunter ehrlich erklärt, was „digital“ bedeutet und welche Signatur wofür reicht.
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Anleitung: PDF im Browser unterschreiben
- PDF öffnen. Ziehen Sie die Datei auf das Feld „PDF hier ablegen“ oder klicken Sie darauf, um sie auszuwählen. Der Editor prüft zuerst, ob er in die Datei schreiben kann; passwortgeschützte PDFs meldet er sofort.
- Unterschrift erstellen. Im Reiter „Zeichnen“ unterschreiben Sie mit Maus, Touchpad, Finger oder Stift im weißen Feld. Im Reiter „Tippen“ geben Sie Ihren Namen ein und wählen eine von vier Handschrift-Schriften. Die Farbe (Schwarz, Blau, Rot) wählen Sie vorher. Bestätigen Sie mit der Schaltfläche „Use This Signature“ (derzeit englisch beschriftet).
- Platzieren. Klicken oder tippen Sie auf die Unterschriftszeile. Den Rahmen verschieben Sie per Ziehen, mit dem kleinen Quadrat unten rechts ändern Sie die Größe. Jeder weitere Klick setzt die Unterschrift erneut, auch auf anderen Seiten (Blättern mit „Previous“ und „Next“ unter dem Dokument).
- Ergänzen. Mit „Initialen“, „Datum“ (Kalender, voreingestellt auf heute) und „Text“ füllen Sie den Rest aus. Ausfüllbare Felder des PDFs erscheinen links unter „Formularfelder“. „Rückgängig“ und „Wiederherstellen“ machen Schritte rückgängig.
- Speichern. „Bestätigen & Unterschriebenes PDF herunterladen“ erzeugt eine neue Datei mit dem Zusatz „-signed“ im Namen. Das Original bleibt unverändert. Kostenlos testen. Für den Download der unterschriebenen PDF brauchen Sie ein Abo: 2,99 € im Monat oder 24,99 € im Jahr, jederzeit kündbar.
Digital, elektronisch, qualifiziert: was ist was?
„Digital unterschreiben“ meint im Alltag meist: die Unterschrift am Bildschirm ins PDF setzen statt auszudrucken. Rechtlich und technisch gibt es nach der eIDAS-Verordnung drei Stufen, und nur die erste erstellt SigPDF.
| Stufe | Was es ist | Woran man sie erkennt | Womit erstellt | Wann man sie braucht |
|---|---|---|---|---|
| Einfache elektronische Signatur (Art. 3 Nr. 10 eIDAS) | Daten in elektronischer Form, mit denen jemand unterzeichnet: eingefügte oder getippte Unterschrift, eingescanntes Bild | Nur sichtbar auf der Seite; kein Eintrag im Signaturfenster des PDF-Readers | SigPDF, Vorschau, „Markieren“, Acrobat „Ausfüllen und unterschreiben“ | Formfreie Verträge; Textform (§ 126b BGB) oft |
| Fortgeschrittene elektronische Signatur (Art. 3 Nr. 11, Art. 26 eIDAS) | Eindeutig dem Unterzeichner zugeordnet, identifiziert ihn und macht spätere Änderungen erkennbar | Zertifikat im Signaturfenster des PDF-Readers; ein Zertifikat allein macht eine Signatur aber noch nicht fortgeschritten, der Unterzeichner muss darüber identifizierbar sein | Digitale ID (Zertifikat), z. B. in Acrobat oder über E-Signatur-Dienste | Wenn Vertragspartner mehr Beweiskraft wollen; gesetzlich selten vorgeschrieben |
| Qualifizierte elektronische Signatur, QES (Art. 3 Nr. 12, Art. 25 Abs. 2 eIDAS) | Fortgeschrittene Signatur mit qualifiziertem Zertifikat und qualifizierter Signaturerstellungseinheit; wirkt wie eine handschriftliche Unterschrift | Qualifiziertes Zertifikat im Signaturfenster; Anbieter steht auf der EU-Vertrauensliste | Qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter, nach Identifizierung | Wenn Schriftform elektronisch ersetzt werden soll (§ 126a BGB) |
Klar gesagt: SigPDF erstellt keine zertifikatsbasierte Signatur und keine QES. Es setzt eine sichtbare einfache elektronische Signatur in Ihr PDF.
Gezeichnet, getippt oder eingescannt
Alle drei Varianten ergeben dieselbe einfache elektronische Signatur; eine getippte ist rechtlich nicht schwächer als eine gezeichnete. Eine eingescannte Unterschrift fügen Sie über „Bild“ ein, am besten als PNG mit transparentem Hintergrund, weil ein JPEG seinen weißen Hintergrund mitbringt. Tipps für Scan und Foto stehen unter Unterschrift in PDF einfügen.
Ohne Browser: Vorschau, iPhone und Acrobat
Mac (Vorschau): PDF öffnen, „Werkzeugleiste einblenden“ und dann „Unterschreiben“ anklicken. Die Unterschrift erfassen Sie laut Apple über das Trackpad, die Kamera (Unterschrift auf weißem Papier) oder ein iPhone/iPad in der Nähe; danach an die gewünschte Stelle ziehen und über die Anfasser skalieren.
iPhone und iPad: Im Dokument auf „Markieren“, dann auf „Hinzufügen“ und „Unterschrift hinzufügen“ tippen, mit dem Finger (auf dem iPad auch mit Apple Pencil) unterschreiben, „Fertig“ tippen und die Unterschrift an ihren Platz ziehen.
Adobe Acrobat Reader: Das Werkzeug „Ausfüllen und unterschreiben“ bietet getippte, gezeichnete und als Bild importierte Unterschriften, setzt aber die Installation voraus. Acrobat kann außerdem mit einer digitalen ID (Zertifikat) signieren; das ergibt eine zertifikatsbasierte Signatur, für die Sie das Zertifikat allerdings selbst brauchen.
Was rechtlich gilt
Die EU-Verordnung eIDAS unterscheidet drei Stufen: die einfache elektronische Signatur (EES), die fortgeschrittene (FES) und die qualifizierte (QES). Eine Unterschrift, die Sie in ein PDF einfügen, ist eine einfache elektronische Signatur. Nach Art. 25 Abs. 1 eIDAS darf ihr die Rechtswirkung und die Zulässigkeit als Beweismittel nicht allein deshalb abgesprochen werden, weil sie elektronisch ist. Nur die QES hat nach Art. 25 Abs. 2 die gleiche Wirkung wie eine handschriftliche Unterschrift.
In Deutschland sind die meisten Verträge formfrei, etwa Kaufverträge, Dienst- und Werkverträge, Angebote oder Auftragsbestätigungen. Hier genügt die einfache E-Signatur; wichtig ist, dass Sie im Streitfall nachweisen können, wer unterschrieben hat (zum Beispiel über den E-Mail-Verlauf).
- Schriftform (§ 126 BGB): verlangt eine eigenhändige Unterschrift. Sie kann nur durch die elektronische Form mit QES ersetzt werden (§ 126a BGB), soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.
- Elektronische Form ausgeschlossen: Kündigung oder Aufhebungsvertrag eines Arbeitsverhältnisses (§ 623 BGB) und die Bürgschaftserklärung (§ 766 BGB) brauchen Papier mit eigenhändiger Unterschrift.
- Notarielle Beurkundung: Grundstückskaufverträge (§ 311b BGB) gehen zum Notar; keine E-Signatur ersetzt das.
- Textform (§ 126b BGB): eine lesbare Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger mit Namen des Erklärenden; ein unterschriebenes PDF, das Sie etwa per E-Mail schicken, erfüllt das in der Regel. Ein Beispiel ist das Mieterhöhungsverlangen, das nach § 558a BGB in Textform zu erklären ist.
Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Mehr dazu im Beitrag elektronische Unterschrift in Deutschland.
Typische Probleme und Lösungen
- „Dieses PDF ist passwortgeschützt“: Datei mit Passwort öffnen, „Drucken“ → „Als PDF speichern“ wählen und die Kopie unterschreiben.
- „Dieses PDF kann nicht bearbeitet werden“: Die Datei ist beschädigt oder ungewöhnlich aufgebaut; derselbe Weg über „Als PDF speichern“ hilft meistens.
- Klick auf die Seite bewirkt nichts: Die Unterschrift ist noch nicht bestätigt. Erst „Use This Signature“ drücken oder eine gespeicherte Unterschrift „Verwenden“.
- Weißer Kasten um die Unterschrift: Das ist der Papierhintergrund eines Fotos. Ein transparentes PNG verwenden oder die Unterschrift zeichnen bzw. tippen.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterschreibe ich ein PDF digital?
Ist „PDF signieren“ dasselbe wie „PDF unterschreiben“?
Ist eine eingefügte Unterschrift eine digitale Signatur?
Wie bekomme ich eine qualifizierte elektronische Signatur (QES)?
Ist eine elektronische Unterschrift im PDF rechtsgültig?
Kann ich ein PDF kostenlos unterschreiben?
Wird mein PDF hochgeladen?
Kann ich auf dem Handy elektronisch unterschreiben?
Quellen: BGB §§ 126, 126a, 126b, 311b, 558a, 623, 766 (gesetze-im-internet.de); Verordnung (EU) Nr. 910/2014 (eIDAS), Art. 3 Nr. 10–12, Art. 25 und Art. 26; Apple Support, „Formulare ausfüllen und PDF-Dokumente in Vorschau auf dem Mac unterschreiben“ und „Formulare ausfüllen, Dokumente signieren und Unterschriften auf dem iPhone erstellen“.